Chronik – Die eigene Tennisananlage

Jahre 1987/1988:

Aufgrund der Situation Clubheim und des sich permanent verschlechternden Verhältnisses zwischen Tennisclub und Fam. Geyer sah der Vorstand sich gezwungen, erste Überlegungen bezüglich einer eigenen Tennisanlage anzustellen. Nur dadurch würde die Möglichkeit geschaffen ein normales Clubleben zu erreichen.

Aus diesen Gründen wurden im Herbst 1987 die ersten konkreten Schritte eingeleitet, die im nachfolgenden in den wichtigsten Abschnitten chronologisch dargestellt sind:

Herbst 87: Herr Geyer wird schriftlich aufgefordert, sich sobald als möglich mit dem Vorstand über die Pachtverlängerung zu unterhalten.  Das Terminziel für diese Verhandlungen war der 31.01.1988.

11.03.88: Nachdem auch zu dem oben genannten Termin mit H. Geyer keine konkreten Verhandlungen zustande kamen, im Gegenteil H. Geyer seine Entscheidung auf unbestimmte Zeit verschob, wurden vom Vorstand konkrete Pläne zum Bau einer eigenen Tennisanlage gefasst. In Zusammenarbeit mit dem Clubmitglied Hans-Joachim Richter wurde ein erster Vorschlag ausgearbeitet und ein Antrag an den Gemeinderat gestellt, dem Club im neuen Gewerbegebiet das Grundstück Nr. 588 zur Verfügung zu stellen.

April 88: Der Antrag wird in der Gemeinderatsitzung einstimmig befürwortet und zur Genehmigung an das Landratsamt Eichstätt weitergeleitet.

04.08.88: In der Gemeinderatsitzung wird die Ablehnung des Antrages durch das Landratsamt bekanntgegeben. Begründung: Die geplante Tennisanlage liegt außerhalb des im Bebauungsplan für Sport ausgewiesenen Geländes und liegt darüber hinaus im 30 m breiten Lärmschutzgürtel um das Gewerbegebiet. Der Gemeinderat fordert den Tennisclub auf, in Verhandlungen mit der Kirche ein geeignetes Gelände der Pfarrpfründe im ausgewiesenem Sporterweiterungsgebiet zu pachten.

26.08.88: Herr Bürgermeister Meir spricht mit Herrn Dekan Zinner, der sein grundsätzliches Einverständnis zu diesen Plänen gibt. Er informiert den 1. Vorsitzenden Helmut Neuwirth über dieses Gespräch. Die Ergebnisse und die weitere Vorgehensweise sind von Helmut Neuwirth in der Aktennotiz vom 26.08.88 festgehalten.

31.08.88: In einer Vorstandssitzung wird diese Situation besprochen und der erste Vorschlag einer Anlage prinzipiell verabschiedet.
Herr Hans-Joachim Richter soll einen neuen Plan ausarbeiten und diesen dann an die Gemeinde zur Abstimmung mit allen Beteiligten weiterleiten.
Die Beschlüsse der Vorstandssitzung sind in dem entsprechenden Protokoll festgehalten.

08.09.88: Bei einem Treffen zwischen Vorstand und Hans-Joachim Richter im Cafe Haimisch wurde H. Richter gebeten, auf der Basis des Vorschlages vom Vorstand einen neuen Plan der Tennisanlage auszuarbeiten.
Dabei sollte auch die Gesamtplanung des ganzen Sportgeländes für die Gemeinde vorgenommen werden, um die Genehmigung durch die Gemeinde zu beschleunigen.
H. Richter sagte zu, bis ca. 16.09.88 die Vorschläge zu erstellen.

16.09.88: H. Richter liefert den vorläufigen Plan des Sportgeländes bei H. Neuwirth ab.

19.09.88: H. Neuwirth übergibt den Plan an den Bürgermeister Meir. Dieser versprach, diesen Plan in der Gemeinderatssitzung im September zur endgültigen Entscheidung vorzulegen.
Weiterhin sollen die Verhandlungen mit der Kirche bezüglich des erforderlichen Geländes sofort aufgenommen werden.
In einer Vorstandssitzung wird über verschiedene Finanzierungsmodelle für die Tennisanlage diskutiert und ein entsprechender Vorschlag für die außerordentliche Mitgliederversammlung ausgearbeitet (siehe entspr. Protokoll).

29.09.88: In der Gemeinderatsitzung wird über den erneuten Antrag des Tennisclubs entschieden. Die Entscheidung fällt positiv aus, sodass die weiteren Schritte eingeleitet werden können.

03.10.88: Helmut Neuwirth und Heiner Franke haben ein Grundsatzgespräch bei H. Dekan Zinner über einen Pachtvertrag mit der Kirche für das benötigte Gelände.
H. Dekan Zinner sagt zu, den Antrag an die zuständigen Stellen weiterzuleiten, sobald das Protokoll der Gemeinderatsitzung vorliegt.

15.10.88: Ein Teil des Vorstandes und Mannschaftsspieler trafen sich in Friedrichshofen, um im Vergleich auf roten Ascheplätzen und grünen Canada-Ten-Plätzen zu spielen. Aufgrund des Verletzungsrisikos und der Erfahrungen der Friedrichshofer Spieler waren alle der Meinung, dass für die neue Anlage nur rote Ascheplätze sinnvoll sind.
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Jahr 1989

10.01.89: Viel ist leider seit den letzten Terminen nicht passiert, da offensichtlich unser Vorhaben seitens der Gemeinde und der Kirche nur äußerst schleppend verfolgt wird.
Der Vorstand beschloss deshalb selbst in Regensburg bei H. Dr. Sirtl vorzusprechen. Helmut Neuwirth erhielt auch einen Termin und musste dabei feststellen, dass die Unterlagen von H. Dekan Zinner erst vor ca. 14 Tagen an Regensburg weitergegeben worden sind.
H. Dr. Sirtl versprach innerhalb der nächsten 2 Wochen nach Wettstetten zu kommen, um die Verhandlungen aufzunehmen.

12.02.89: Trotz mehrmaliger Erinnerungen an die Gemeinde und Telefonate mit Regensburg ist immer noch kein Termin zustande gekommen.
Bis Ende dieser Woche will H. Dr. Sirtl H. Neuwirth den Termin für die Verhandlungen in Wettstetten bekannt geben.

18.02.89: Bei der Jahreshauptversammlung wurden die anwesenden Mitglieder umfassend über die Situation informiert. Nach den vorliegenden Informationen soll am Donnerstag, den 23.02.89 das erste Gespräch zwischen H. Dr. Sirtl und der Gemeinde Wettstetten bezüglich der Pacht des erforderlichen Geländes stattfinden.

23.02.89: Das Gespräch zwischen Kirche, Gemeinde und dem TC 77 hat stattgefunden. Von der Kirche wurde die grundsätzliche Bereitschaft bekräftigt, dem Tennisclub über die Gemeinde das erforderliche Gelände zu verpachten. Über den Pfarrgemeinderat kam auch das grundsätzliche Einverständnis der Landwirte, die das Gelände zur Zeit in Pacht haben.
Ein endgültiges Ergebnis brachte dieses Gespräch aber nicht, da seitens der Kirche keine konkreten Pachtgebühren vorgelegt wurden. Von H. Dr. Sirtl kam aber die Zusage in ca. 14 Tagen die Vorstellungen der Kirche an die Gemeinde zu übermitteln.

28.02.89: Der Vorstand traf sich mit H. Geyer zu einem Gespräch über neue Angebote zur Pachtverlängerung oder den Kauf der bestehenden Anlage. Die Ergebnisse dieses Gespräches sind im entsprechenden Protokoll zusammengefasst.

09.03.89: Die Vorstellungen der Pfarrpfründeverwaltung in Regensburg zu den Pachtgebühren sind in der Gemeinde eingegangen. Sie betragen ca. 0.80 DM pro qm.

Da diese Summe für den TC 77 nicht akzeptierbar ist, traf sich die Vorstandschaft mit Vertretern des Pfarrgemeinderates, um über mögliche Unterstützungsmaßnahmen zu beraten. Man war sich einig, dass die Gemeinde nun ein entsprechendes Gegenangebot machen muss. Im Hinblick auf die spätere Pachtung des gesamten Sporterweiterungsgeländes ist eine Pacht von maximal 0.30 DM pro qm realistisch. H. Neuwirth stimmt mit dem Bürgermeister die Antwort der Gemeinde ab.

14.03.89: Die Gemeinde Wettstetten hat Ihre Vorstellungen zur Pachtsumme schriftlich nach Regensburg gegeben. Das Angebot lautet auf 0.20 DM pro qm.

21.03.89: Von Regensburg wurde der Eingang des Briefes der Gemeinde Wettstetten bestätigt. Da die beiderseitigen Vorstellungen aber noch sehr weit voneinander entfernt sind, muss ein neuer Termin für ein Gespräch angesetzt werden.

14.04.89: Das Gespräch zwischen der Gemeinde und der Kirche brachte eine Einigung zustande. Der Pachtbetrag beträgt 0.30 DM pro qm. Die offiziellen Verträge sollen in ca. 14 Tagen vorliegen.
Damit wären nun endlich die Vorraussetzungen für den Beginn der Aktivitäten für den Bau geschaffen.

23.05.89: Endlich nach mehreren Verschiebungen fand das Gespräch zwischen der Gemeinde, H. Dr. Sirtl, dem Pfarrer und dem Pfarrgemeinderat statt.
Man einigte sich auf einen Pachtpreis von 0.20 DM pro qm, wobei die Gemeinde das gesamte Gelände pachtet. Der Tennisclub erhält dann von der Gemeinde die benötigte Fläche. Die Pläne des Tennisclubs müssen jedoch nochmals überarbeitet werden, da Unstimmigkeiten mit dem offiziellen Plan auftraten. Ansonsten steht einem Vertrag nichts mehr im Wege.
Die endgültige Entscheidung soll in einer Gemeinderatsitzung am 08.06.89 fallen.

30.05.89: H. Neuwirth informierte den Vorstand über die Ergebnisse der Verhandlungen. Einstimmig wurde H. Richter beauftragt die Pläne für die Anlage und das Clubheim nach Vorliegen der offiziellen Pläne eingabereif auszuarbeiten.

19.06.89: H. Richter stellte dem Vorstand die neuesten, auf den exakten Plan der Gemeinde basierenden Plan vor,, der grundsätzlich vom Vorstand genehmigt wurde und der den festgelegten Kostenrahmen für die gesamte Anlage einhält.

26.06.89: Für diesen Tag ist eine außerordentliche Mitglieder Versammlung im Cafe Haimisch einberufen. Es erschienen 93 Mitglieder, um über den Bau einer eigenen Tennisanlage zu entscheiden. Die exakten Beschlüsse sind im Protokoll dieser Versammlung nachzulesen. Die überwältigenden Mehrzahl der Anwesenden sprach sich für den Bau der eigenen Anlage aus.

03.07.89: Nachdem nun alle nötigen Schritte zum Bau eingeleitet waren, gab es plötzlich wieder Probleme mit der Grundstückbeschaffung, da der Sportverein gegen den TC 77 opponierte. Er blockierte den Vertragsabschluss zwischen Gemeinde und der Kirche mit seinen Plänen zur Umwandlung des SV in eine DJK.
Der Vorstand nahm sofort Kontakt mit dem Vorstand des Sportvereins auf, um die Probleme zu beseitigen. Da sich der TC 77 kompromissbereit zeigte, konnte eine gütliche Einigung mit allem Beteiligten erzielt werden.

10.07.89: Endlich konnten die Verhandlungen zum Pachtvertrag zwischen der Gemeinde und der Kirche abgeschlossen werden. Es wurden die Formalitäten verabschiedet und der Vertrag soll in den nächsten Tagen unterschrieben werden.

26.07.89: An diesem Tag fanden die ersten konkreten Verhandlungen mit Firmen zum Bau der Tennisplätze statt. Die Ergebnisse zeigten, dass die Kosten für die 7 Plätze die Vorgaben nicht übersteigen würden.

27.07.89: In der Gemeinderatssitzung wurden die Baupläne für das Vereinsheim und die Tennisplätze einstimmig genehmigt. Im nichtöffentlichen Teil erteilte der Gemeinderat dem Bürgermeister den Auftrag, mit dem TC 77 einen Pachtvertrag über das benötigte Gelände abzuschließen.

01.08.89: Erste Verhandlungen mit der Sparkasse Ingolstadt wegen der Finanzierung der Anlage wurden geführt und konnten mit einem zufriedenstellenden Ergebnis beendet werden, sodass auch die Finanzierung auf eine solide Basis gestellt werden konnte. Der Vorstand beschloss, die Zwischenfinanzierung der BLSV – Zuschüsse über die Raiffeisenbank zu machen, sofern die Zinsen und Bedingungen im Rahmen derer der Sparkasse liegen.

03.09.89: Zwischen der Gemeinde und dem TC 77 wurde der Pachtvertrag für das Gelände über 30 Jahre unterzeichnet. Damit wurde eine wichtige Grundlage für die weiteren Aktivitäten geschaffen. Die Finanzierungszusage der Sparkasse traf ebenfalls ein.

05.09.89: Von Herrn Richter und Herrn Franke wurde auf dem Gelände für die Anlage der benötigte Platz für die Plätze und das Clubheim ausgesteckt, damit die Landwirte die weitere Bewirtschaftung des restliche Geländes durchführen können.

08.09.89: Bei Herrn Richter fand die erste konkrete Besprechung über den Bau und die Kosten der Tennisplätze mit der Firma FAZ statt. Nach exakter Durchsprache aller Kosten wurde der vorläufige mündliche Bauauftrag an die Firma FAZ für den Festpreis von 205 000 DM erteilt. Ein Vertreter der Firma Rain-Byrd war ebenfalls anwesend um die Problematik der Beregnungsanlage zu besprechen. Nachdem alle Bedenken ausgeräumt waren, wurde beschlossen die Beregnungsanlage der Firma Rain-Byrd zu installieren. Herr Richter wurde beauftragt die Ausschreibungen für das Clubheim und die Parkplätze zu starten.

11.09.89: Mit Wirkung von diesem Datum ist Herr Neuwirth vom Posten des 1. Vorstandes zurückgetreten. Ursache waren Meinungsverschiedenheiten beim Besuch unseres Partnerclubs aus Budweis/CSSR. Herr Grönig übernimmt vorläufig die Geschäfte des 1. Vorstandes mit. Wir hoffen alle, dass dadurch keinerlei Vorzug bei den Planungen für die eigenen Anlage verbunden ist.

21.09.89: An diesem Tag wurde das Gelände für die Anlage vom Vertreter des Landkreises besichtigt. Damit wurde die Vorraussetzung für die Genehmigung durch das Landratsamt Eichstätt geschaffen. Mit der Gemeinde müssen noch Einzelheiten des Pachtvertrages nach den Wünschen des BLSV geklärt werden.

30.10.89: Die Baugenehmigung durch den Landkreis für die Tennisplätze liegt vor. Für das Clubheim muss noch eine Statik geliefert werden. Zahlreiche Auflagen des Landkreises sind mit der Genehmigung verbunden. So muss unter anderem die Zufahrt zur Anlage über den Schulweg auf 5,5 m Breite von der Gemeinde ausgebaut werden. An diesem Tag wird auch beim BLSV über den Bauantrag beraten. Das Vorhaben wird mit allen Zuschüssen genehmigt, soll aber erst zum 25.11.89 wirksam werden.

02.11.89: Rolf Grönig und Heiner Franke waren beim BLSV in München, um die vorläufige Baugenehmigung für die Tennisplätze zu bekommen, da die Zeit langsam knapp wird. Herr Kaiser vom BLSV sicherte die Genehmigung mündlich bis zum 07.11.89 mit Wirkung zum 10.11.89 zu.

04.11.89: Bei Herrn Richter wurden mit der Firma FAZ die weitere Vorgehensweise zum Bau der Plätze abgesprochen. Am Montag den 06.11.89 sollen die Vorbereitungen getroffen werden, damit sofort nach Vorliegen aller Genehmigungen mit dem Bau begonnen werden kann. Aufgrund der Auflagen (zweiter Lärmschutzwall unterhalb der Parkplätze) sind größere Erdarbeiten erforderlich, sodass die vereinbarte Bausumme um ca. 10 000 DM erweitert werden muss. Diese Tatsache wurde vom Vorstand zur Kenntnis genommen.

07.11.89: Telefonisch wurde vom BLSV die vorläufige Baugenehmigung für die Tennisplätze erteilt. Die Vorbereitungen für den Bau können somit anlaufen. In einer Besprechung bei Herrn Richter wurden die Angebote für den Bau des Vereinsheims durchgegangen. Herr Richter erhielt vom Vorstand den Auftrag, mit den in Frage kommenden Firmen konkrete Termine für Gespräche zu vereinbaren. Herr Franke erhielt den Auftrag, mit Herrn Richter den Vertrag als offizieller Bauleiter für die gesamte Anlage abzuschließen.

08.11.89: Die Baugenehmigung liegt nun schriftlich vor. Der Bau kann offiziell beginnen.

09.11.89: Die Baumaschinen rollen an und die Firma FAZ beginnt mit den Erdarbeiten.

10.11. 89: An diesem Tag ist der offizielle BAUBEGINN für die eigene Tennisanlage. Vormittags um 10.30 Uhr findet durch den 1.Bürgermeister von Wettstetten Herrn Georg Meir der erste Spatenstich statt.
Ebenfalls anwesend sind Herr Dekan Zinner, der Architekt Herr Hans-Joachim Richter, der 2. Vorstand Herr Rolf Grönig, der zur Zeit auch die Geschäfte des 1. Vorstandes wahr nimmt, der Kassier Herr Heiner Franke und der Schriftführer Herr Heinz Schneider. Als Vertreter der Presse ist Herr Wolfgang Raab anwesend.

21.11.89 : Die Bauarbeiten gehen gut voran.

03.12.89 : Die 7 Tennisplätze sind im Rohbau weitgehend fertig. Aufgrund der starken Fröste kann aber die Schlacke nicht eingebracht werden, sodass momentan die Arbeiten ruhen.

09.12.89 : An diesem Samstag fand unsere traditionelle Weihnachtsfeier im Högnerhäusl statt. Nach der Feier mit den Kindern unseres Vereins am Nachmittag waren auch am Abend viele Mitglieder anwesend. Die Überschüsse der Tombola und der Versteigerung werden der Gemeinde zur Unterstützung der Fam. Tradler zur Verfügung gestellt.

17.12.89 : Da die Fröste vorüber sind, kann an der Anlage weiter gebaut werden. Die ersten Zaunpfosten sind gesetzt und der erste Platz hat die rote Sandauflage erhalten.

Jahr 1990

06.01.90 : Alle Plätze sind mit der ersten roten Ziegelmehlauflage versehen. Aufgrund der Witterungsverhältnisse ist aber eine Weiterführung der Arbeiten nicht möglich. Die Baugenehmigung für das Vereinsheim liegt immer noch nicht vor.

08.01.90 : Bei den Angeboten für das Vereinsheim liegen die Fa. Böck und der Fertighaushersteller Kampa fast gleich auf. Sollte Kampa nicht noch drastisch mit dem Preis heruntergehen, so soll die Fa. Böck den Bau übernehmen.

11.01.90 : In einem ersten Gespräch mit der Fam. Breindl, die an der Bewirtschaftung des Vereinsheims interessiert ist, wurden die Vorstellungen beider Seiten dargelegt. In den nächsten Tagen werden mit den anderen Interessenten ebenfalls erste Gespräche stattfinden. Eine endgültige Entscheidung über die Vergabe wird erst nach Abschluss aller Gespräche getroffen.

12.01.90 : Da von der Fa. Kampa keine wesentliche Angebotskorrektur erfolgte wurde mit Herrn Reiner Böck konkret über den Bau des Vereinsheims gesprochen. Es müssen noch etliche Fragen von beiden Seiten geklärt werden, sodass der endgültige Abschluss in der nächsten Woche erfolgen kann.

17.01.90 : An diesem Tag wurde beim Notar ein Teilgrundstück des Tennisgeländes, das mit einer eigenen Flurnummer versehen werden musste, aus dem bestehenden Mietvertrag mit der Gemeinde herausgenommen. Damit kann dieses Grundstück auf dem das Clubheim errichtet werden soll, das nun im Erbbaurecht von der Kirche gepachtet ist, als Sicherheit für die Banken zur Vergabe der Kredite an den TC 77 verwendet werden.

07.02.90 : Die Baugenehmigungen vom Landkreis und vom BLSV für das Vereinsheim liegen vor. Damit erhält die Fa. Böck endgültig den Auftrag.

10.02.90 : Heute beginnt die Fa. Böck mit dem Aushub für das Vereinsheim. Damit ist ein weiterer wichtiger Abschnitt der Bauphase erreicht. Die Arbeiten an den Tennisplätzen können ebenfalls wieder aufgenommen werden. Die Anträge für die Verlegung von Strom, Wasser, Gas und Telefon bei der Gemeinde sind ebenfalls gestellt.

13.02.90 : H. Franke hat mit der Fam. Alfons Breindl den Pachtvertrag über die Bewirtschaftung des Clubheims abgeschlossen. Damit können die endgültigen Verhandlungen mit den Brauereien, in die der Pächter eingebunden sein soll, aufgenommen und zum Abschluss gebracht werden.

02.03.90 : Heute haben die Bauarbeiten für das Vereinsheim begonnen.

03.03.90 : An diesem Tag fand die Jahreshauptversammlung im Högnerhäusl mit Neuwahlen statt. Einzelheiten sind dem Protokoll dieser Versammlung zu entnehmen.

17.03.90 : Die Baumaßnahmen am Vereinsheim machen gute Fortschritte. Der Keller ist bereits fertig und die Mauern des Erdgeschosses wachsen langsam hoch. Auch bei den Plätzen gehen die Arbeiten weiter. Die Umzäunung der Plätze ist fast fertig.

22.03.90 : Die Decke des Vereinsheims ist betoniert, sodass die Rohbauarbeiten damit weitgehend abgeschlossen sind. Bei den Plätzen hat die Installation der Beregnungsanlage begonnen.

27.03.90 : In einer Besprechung bei H. Grönig wurde beschlossen, aufgrund des günstigen Angebotes den Vertrag mit der Brauerei „Herrnbräu Ingolstadt“ abzuschließen. Die Zusage erfolgte vorerst mündlich, die schriftlichen Verträge müssen noch abgefasst werden.

30.03.90 : RICHTFEST für das Vereinsheim. Nachdem bis Mittag dieses Tages der Dachstuhl errichtet ist, wird unter der Anwesenheit von Bürgermeister Meir im Rahmen einer kleinen Feier das Richtfest gefeiert. Herr Dekan Zinner und Herr Raab konnten leider nicht teilnehmen. Nach dem Richtspruch der Zimmerleute wurde mit den Handwerkern und einer kleinen Schar von Clubmitgliedern mit Rollbraten, Leberkäse und Freibier, das unsere Vertragsbrauerei Herrnbräu spendierte, bei annehmbarem Wetter im Freien bis spät in den Abend gefeiert. Damit ist ein wichtiger Abschnitt für unsere Anlage beendet und der weitere Ausbau kann zügig vorangehen.

02.04.90 : An diesem Tag wurden ca. 30 Firmen angeschrieben, die mit Werbemaßnahmen auf der Anlage die Einrichtungen der Tennisplätze finanzieren sollen.

13.04.90 : Leider hat sich in den letzten 14 Tagen auf der Anlage wenig getan. Die Gemeinde hat nicht wie versprochen mit dem Verlegen der Wasserleitung entlang des Schulweges zum Gelände begonnen, sodass auch das Gas und der Strom nicht verlegt werden können. Momentan ist es nicht vorstellbar, dass bis Ende April der Spielbetrieb noch aufgenommen werden kann. Die Tennisplätze sind weitgehend fertig, nur die Linien müssen noch verlegt werden. Aber ohne Wasser auf der Anlage können die Plätze nicht endgültig fertiggestellt werden. Aber man darf die Hoffnung nicht aufgeben, dass doch noch alles fertiggestellt wird.

20.04.90 : Endlich wurde mit dem Bau der Versorgungsleitungen zum Tennisgelände begonnen, sodass man hoffen darf, dass in der nächsten Woche die Wasserleitung bis zu den Plätzen verlegt ist.

21.04.90 : An diesem Tag wurde auch die Frage des Platzwartes gelöst. Heidi Wimmer konnte Herrn Zeller für diese Tätigkeit gewinnen. Damit ist ein großes Problem zum Positiven gewendet worden. Durch H. Franke und H. Schneider wurden an diesem Tag die letzten Spuren unseres Clubs auf der Anlage des H. Geyer beseitigt. Alle Schaukästen und Tafeln wurden abgebaut und die Kartons mit den Pokalen und Bildern bei H. Franke zwischengelagert.
Die Wasserleitung ist nicht allzu weit gekommen. Aufgrund des felsigen Untergrundes gab es große Probleme beim Ausheben des Grabens. Damit steht fest, dass zum Beginn der Verbandsspiele die Wasser- und Energieversorgung für unsere Anlage nicht erstellt ist.

30.04.90 : Die Lösung unserer Probleme kommt durch die Wettstettener Feuerwehr. Am Abend wurde eine Schlauchleitung vom Hydranten bei der Schule zur Tennisanlage verlegt. Ein erster Probebetrieb der automatischen Regner verlief positiv. Damit hat unsere Feuerwehr die Vorraussetzung geschaffen, dass die Fertigstellung der Plätze sofort in Angriff genommen werden kann. Die Fa. FAZ sicherte zu, dass mindestens 5 Plätze am 5. Mai zum Beginn der Verbandsspiele einsatzbereit sind. Herr Franke und Herr Schneider waren an diesem Tag auch in Nürnberg bei der Fa. LOB-Tennisbedarf um alles für die Pflege der Plätze erforderliche Material zu beschaffen. Auch wurden die Sichtblenden mit den Werbeaufdrucken in Auftrag gegeben. Im Clubheim sind die Installation von Heizung, Wasser und Elektrik weitgehend fertig. Die Fenster und Außentüren sind gesetzt. Damit kann der weitere Ausbau zügig weitergehen.

05.05.90 : EIN BEDEUTENDER TAG FÜR UNSEREN CLUB ! An diesem Tag wurde mit dem Beginn der Verbandsspiele der Spielbetrieb auf unserer Tennisanlage eröffnet. Obwohl die Plätze noch relativ weich waren, konnten alle Spiele reibungslos abgewickelt werden. Unseren jüngsten und ältesten Mannschaften war es vorbehalten, die ersten Ballwechsel auszuführen. Dabei gab es ausgezeichnete Ergebnisse. Die Bambinos gewannen gegen die Mannschaft von MBB-Manching mit 6:0 und die Senioren gegen TV 1961 Ingolstadt mit 9:0, wobei jeweils nicht ein Satz abgegeben wurde. Ein vielversprechender Auftakt.

08.05.90 : An diesem Tag erfolgte die Abnahme der Tennisplätze durch H. Franke und H. Richter gegenüber der Fa. FZA. Die Plätze machen in der Zwischenzeit einen hervorragenden Eindruck, sodass die einwandfreie Bespielbarkeit gewährleistet ist. Der Weiterbau an den Außenanlagen, und am Clubheim geht auch ganz gut voran. Die endgültige Fertigstellung dürfte bis ca. Mitte Juni erfolgen. Der Baufortschritt bei der Energieversorgung der Anlage lässt doch sehr zu wünschen übrig. Die Schnelligkeit, welche die Baufirma an den Tag legt, ist einer Schnecke würdig.

12.05.90 : An diesem Tag wurde mit einem Schleiferlturnier die neue Anlage für die Mitgliedereröffnet. Bei relativ gutem Wetter waren ca. 30 Mitglieder erschienen. Die ersten Sieger dieses Turniers waren bei den Damen Sissi Dörfler und bei den Herren Rolf Grönig. Die Laterne für den letzten Platz erhielten Barbara Richter bei den Damen und bei den Herren ist der Besitzer leider nicht mehr bekannt.

16.05.90 : Die Arbeiten für die Energieversorgung gehen langsam dem Ende entgegen. Der Anschluss am Kanal wurde gelegt und der Graben für das Wasser und das Gas hat das Clubheim erreicht.

25.05.90 : Die Anschlüsse für das Wasser und das Gas sind verlegt und am Clubheim angeschlossen. Damit konnte die Feuerwehr die Schlauchleitung, die uns sehr viel geholfen hat, wieder abbauen. Die Leitungen für den Strom, Telefon und Fernsehen sind bisher nur bis zum Schulweg verlegt, da die Arbeiter wieder abgezogen wurden. Der Parkplatz ist nun fertiggestellt. Durch die Clubmitglieder Hans-Joachim Richter und Heinz Schneider wurde die Umrandung aus den Hopfenstangen gebaut. Damit kann der Parkplatz benutzt werden und die Fahrzeuge brauchen nicht mehr wild in der Gegend stehen.

30.05.90 : An den letzten beiden Tagen wurde im ganzen Clubheim der Estrich verlegt. Auch die Terrasse wurde mit der endgültigen Oberfläche versehen. Damit kann mit dem Fliesen des Clubheims begonnen werden. Diese Arbeiten sollen nach Pfingsten beginnen.

02.06.90 : Die Außenanlagen erhalten langsam ihre endgültige Form. Im Terrassen- und Kellerbereich sind die Aufschüttungen und der Aushub erledigt, sodass das letzte Planieren der Außenanlagen gemacht werden kann.

04.06.90 : Durch den starken Wind wurde auf der Westseite des Platzes D der Zaun beschädigt. Die Windblenden wurden von H. Schneider wieder entfernt. Sie müssen unbedingt auf der Außenseite des Zaunes montiert werden, damit die Windkräfte durch die Zaunstangen abgestützt werden können.

28.06.90 : Im Monat Juni hat sich einiges auf der Anlage getan, das im folgenden kurz beschrieben werden soll. Die Verlegung des Stromes bis zum Clubheim ist erst jetzt vollendet worden, da die ausführende Firma andere Arbeiten erledigen musste. Die Arbeiten an den Außenanlagen sind auch erst wieder aufgrund der schlechten Witterung am 27.06. angelaufen. Die Arbeiten am Clubheim kamen jedoch gut voran. Die Fliesenarbeiten sind weitgehend abgeschlossen, ebenso die Malerarbeiten, die von Heiner Kick mit Unterstützung der Mitglieder Rudi Schneider, Heiner Franke und Manfred Eisinger durchgeführt wurden. Die Holzdecke im Clubheim konnte am 23.06. angebracht werden, wobei die Mitglieder Hans-Joachim Richter, Herbert Renner, Manfred Eisinger, Jürgen Betz, Heinz Jäschke, Gerd Arnold die Arbeit erledigten. Das Gerüst, das die Arbeit sehr erleichterte, wurde von Robert Feig zur Verfügung gestellt. Die Lieferung der Innen-einrichtung der Clubheims durch die Brauerei ist auch er folgt und soll am kommenden Wochenende montiert werden.
An diesem Tag wurde die Holzdecke mit den Randleisten fertiggestellt. Durch die Mitglieder Heiner Franke, Heinz Jäschke, Hans-Joachim Richter, Alfons Breindl, Christian Rackow und Heinz Schneider wurde die von der Brauerei gelieferte Inneneinrichtung montiert.

30.06.90 : Ein großer Tag im sportlichen Leben unseres Clubs. Im letzten Punktspiel machte die 1. Herrenmannschaft gegen den ESV Ingolstadt den Aufstieg in die Bezirksklasse 2 perfekt. Nach dem Aufstieg der Jungsenioren in die Kreisklasse 2 und dem noch möglichen Aufstieg unserer Bambinomannschaft ein äußerst erfolgreiches erstes Jahr auf unserer eigenen Anlage. Dies war auch Grund genug am Abend erstmals im eigenen Clubheim eine kleine Feier zu veranstalten.

02.07.90 : Zum ersten Mal ging im Clubheim durch einen Druck auf den Schalter das Licht an. Damit können endlich weitere Installationen erfolgen. Der Einbau der Türen ist weitgehend abgeschlossen, Lampen sind montiert und Stan Picha hat mit dem Einbau der Sanitäreinrichtungen begonnen. Der Bau der Verbindungswege zu den Plätzen ist auch erfolgt, sodass nun wenigstens die Plätze vom Clubheim aus einigermaßen trocken erreicht werden können. Die Gestaltung der Außenanlagen kann aufgrund des schlechten Wetters noch nicht erfolgen.

04.07.90 : Die Kücheneinrichtung wurde geliefert und eingebaut, sodass das Clubheim langsam funktionsfähig wird.

07.07.90 : Mit der Installation der Kühlanlage und dem Anschluss der Theke wird auch der Gastbereich funktionsfähig. Zur endgültigen Fertigstellung fehlt noch der Anschluss am Wasser. Durch die Mitglieder Heiner Franke, Rolf Grönig, Michael Finster, Siegfried Mandlinger und Heinz Schneider wurden die Malerarbeiten im Kellerbereich weitgehend abgeschlossen.

10.07.90 : Durch Stan Picha wurde die Theke endgültig angeschlossen. Damit ist das Plastikzeitalter in unserem Clubheim beendet und der Ausschank der Herrnbräubiere kann ab sofort aus dem Glas erfolgen.

14.07.90 : Durch die Mitglieder Hans-Joachim Richter, Christian Rackow, Heiner Franke und Heinz Schneider wurde der Bau der Wege unter der Hilfe des Platzwartes H. Zeller abgeschlossen. Fr. Heidi Wimmer hatte die erforderlichen Hopfenstangen beschafft, die mit dem LKW von Robert Feig antransportiert wurden. Anzumerken ist noch, dass von H. Langenbahn die Lampen für das Clubheim gespendet wurden. Die Clubmeisterschaften sind in vollem Gange. Die Endspiele sind für die kommende Woche geplant. Die Ergebnisse werden in der Chronik der Vereinsmeister aufgeführt.

16.07.90 : Heute wurde mit dem Außenputz am Vereinsheim begonnen. Auch die Außenanlagen im Bereich des Vereinsheims wurden angelegt und der Humus verteilt. Im Inneren des Vereinsheims gehen die Arbeiten weiter, sodass die Hoffnung besteht, dass in ca. 14 Tagen beim Schleiferlturnier alles fertig ist. Die Heizung ist angeschlossen und funktionsfähig und die Armaturen in den Toiletten und Duschen sind weitgehend montiert.

20.07.90 : Heute beginnen die Feiern zur Fahnenweihe des Schützenvereins Lohengrin. Dieser Verein richtete heuer auch das Bürgerschießen aus, an dem unser Club wieder teilnahm. Mit einer Gesamtringzahl von 427 belegten wir unter 18 Gruppen den 10. Platz. Außerdem erhielt unser Club einen Sonderpreis für die meisten Teilnehmer. Insgesamt waren 17 Mitglieder am Schießen beteiligt.

21.07.90 : Von den Mitgliedern Hans-Joachim Richter, Heiner Franke, Herbert Renner, Karl Teuschel, Manfred Eisinger und Christian Rackow wurden die Stufen vor der Terrasse gesetzt.

22.07.90 : An diesem Tag beteiligte sich unser Club im Rahmen der Fahnenweihe des Schützenvereins am Festzug mit ca. 40 Mitgliedern. Dies war eine hervorragende Beteiligung unseres Vereins. Bei herrlichem Wetter fand dieser Umzug statt. Am Vormittag fand das letzte Endspiel der diesjährigen Clubmeisterschaft statt, sodass die Siegerehrung im Anschluss an das nächste Schleiferlturnier planmäßig stattfinden kann.

29.07.90 : Mit der ersten offiziellen Veranstaltung im eigenen Clubheim wurden im Anschluss an das Schleiferlturnier die Clubmeister der Saison 1990 geehrt. Bei dieser Veranstaltung waren sehr viele Clubmitglieder anwesend, sodass das Clubheim sehr gut gefüllt war. Die exakte Aufstellung ist in der Übersicht der Vereinsmeister aufgenommen.

10.08.90 : Auch der Ausbau des Clubheims ging wieder ein paar Schritte voran. Durch Helmut Rutte wurde das Geländer auf der Terrasse montiert ebenso die Bänke in den Umkleideräumen. Helmut Neuwirth montierte die von ihm gespendeten Regale zur Aufbewahrung der Netze und der Sichtblenden im Keller. Durch Erwin Riedlmüller wurden die neuen Platzbelegungssysteme fest am Clubheim montiert zur Einweihung der Tennisanlage am 15.09.1990 wird wohl der Innenausbau weitgehend beendet sein.

01.09.90 : Die Vorbereitungen für die offizielle Einweihung sind weitgehend abgeschlossen. Der Belag auf der Kellertreppe ist auch verlegt.

14.09.90 : In der letzten Woche hat sich bei der Ausstattung des Clubheims noch einiges getan. Durch die Fam. Arnold wurden im Kellergang und im Gastraum Bilder aufgehängt, Michael Appel hat den Sockel am Clubheim rundherum gestrichen, im Gastraum wurden Blumenstöcke aufgestellt und Beate Brosig hat für den Gastraum Gardinen genäht. Um beim Platzbelegungssystem endlich Ruhe zu bekommen wurde durch H. Hoffmann ein Holzkasten mit Schiebetüren installiert, sodass die Spielmarken durch den Wind nicht mehr herausgeschleudert werden können. Durch Günter Zillich wurde noch die Außenbeleuchtung installiert. Soweit ist alles für das morgige Fest vorbereitet. Auch das Festzelt wurde auf dem Parkplatz von fleißigen Helfern aufgestellt, wobei vor allem Robert Feig für die Errichtung verschiedener Podeste besonders zu erwähnen ist.

15.09.90 : OFFIZIELLE EINWEIHUNG DER TENNISANLAGE. An diesem Tag erfolgt die offizielle Einweihung der Tennisanlage und des Clubheims. Um 14.00 Uhr wurde bei herrlichem Wetter und reger Teilnahme der Clubmitglieder und der Bevölkerung durch die Pfarrer beider Konfessionen H. Zinner und H. Bleisam, die Einweihung vorgenommen. Der Wortgottesdienst wurde durch den Männergesangverein Lyra und die Bläsergruppe aus Böhmfeld musikalisch hervorragend gestaltet. Als Ehrengäste waren H. Spitzauer als Vertreter des Landkreises, H. Lutz vom BLSV, Altbürgermeister Georg Meir, Bürgermeister Mödl und Vertreter des Gemeinderates anwesend. Von unserem Partnerverein aus Budweis war ebenfalls eine kleine Delegation angereist. Es waren H. Mizera, der ehemalige 1. Vorstand H. Nasdravski und der neue Vorstand H. Leder bei uns zu Gast. Der 1. Vorstand Rolf Grönig gab in seiner Festrede einen kurzen Abriss der Entstehungsgeschichte der Tennisanlage. Er dankte allen, die bei der Planung und der Genehmigung beteiligt waren. Sein besonderer Dank galt allen Spendern und Helfern, die zum guten Gelingen der Projektes beigetragen haben. Nach den kurzen Ansprachen der Ehrengäste, bei denen vor allem durch H. Bürgermeister Mödl die hervorragende Eigeninitiative des Vereins herausgestellt wurde, war der offizielle Teil bereits beendet. Beim anschließenden Ansturm der Gäste auf den Kaffee und Kuchen im Clubheim und auf der Terrasse erlebten unsere Wirtsleute Fam. Breindl ihre Feuertaufe, die aber von ihnen mit Bravour gemeistert wurde. Beim anschließenden Tennisschaukampf zwischen H. Fernberg und H. Leicht aus Ingolstadt wurde allen Zuschauern guter Sport geboten. Bevor sich das Geschehen in das Festzelt, das auf dem Parkplatz aufgestellt worden war, verlagerte, wurde zum Start der Bepflanzungsaktion eine kleine Fichte, die von unseren Freunden aus Budweis mitgebracht wurde, von den 1. Vorständen beider Clubs gepflanzt. Ab 17.00 wurde dann im Festzelt bei Musik, Bier und gutem Essen, das von unserem Clubmitglied Johann Utzmann organisiert wurde, bis tief in die Nacht gefeiert. Somit ging ein für unseren Club bedeutender Tag zur Zufriedenheit aller zu Ende.

Übersicht über Spenden und geleistete Arbeiten für die eigenen Tennisanlage siehe Aufstellung am Ende der Chronik.

16.09.90 : Bei den Landkreismeisterschaften haben unsere Clubmitglieder in diesem Jahr hervorragende Ergebnisse erzielt. Elmar Kolinsky bei den Herren, Stefan Eisinger bei den Knaben und Corinna Feig bei den Mädchen wurden jeweils 2. in Ihrer Klasse.

18.10.90 : Nach all den offiziellen Feiern neigt sich nun die Saison langsam zu ihrem Ende. Um auch im Winter fit zu bleiben, hat an diesem Tag die Skigymnastik in der Schulturnhalle wieder begonnen. Die Leitung übernimmt wieder Peter Ries. Um die Beteiligung zu verbessern, können auch die Mitglieder des Radfahrervereins Wettstetten 1912 an der Skigymnastik teilnehmen.

20.10.90 : ERSTE GROSSE PFLANZAKTION auf der Tennisanlage. Nachdem in einem Rundschreiben und in der Presse dieser Termin bekanntgegeben war, bekamen wir auch die Unterstützung des Gartenbauvereins für diese Aktion. Unter der Mithilfe von 32 Mitgliedern wurden den ganzen Tag über die von den Mitgliedern und der Bevölkerung von Wettstetten gespendeten Pflanzen sowie zusätzlich 1200 Stück Bäume und Sträucher, gekauft vom TC 77, auf der Anlage eingepflanzt. Aufgrund der großen Beteiligung ist es nicht möglich einzelne Spender und Helfer hervorzuheben. Es war möglich auf der Ost- und Westseite eine Fichtenhecke zu pflanzen. Außerdem wurde das gesamte Gelände um das Clubheim und der südliche Teil zum Parkplatz hin begrünt. Dass im Eifer des Pflanzens der Lärmschutzwall auf der Südseite entgegen der Genehmigung niedriger wurde ist nur Nebensache. Wir hoffen, dass in einigen Jahren durch die Bepflanzung ein ausreichender Lärmschutz gewährleistet ist. Alle Helfer wurden mit einer guten Brotzeit und Freibier sowie Kaffee am Nachmittag versorgt. Hoffen wir, dass alles gut anwächst und die leider bereits auf-tretenden leichten Nachtfröste übersteht.

10.11.90 : Durch den Platzwart H. Zeller wurde die Tennisanlage für den Winter vorbereitet. Alle Sichtblenden, Netze, Bänke und sonstigen Geräte sind im Keller des Clubheims verstaut und alle Wasserleitungen auf der Anlage sind entleert, damit durch den Frost kein Schaden auf treten kann. Das Clubheim ist auch nur noch am Freitag geöffnet.

16.11.90 : Nachdem nun die Winterruhe auf unserer Tennisanlage eingekehrt ist, kann man ein kurzes Resümee der ersten Saison ziehen:
Innerhalb eines Jahres ist von allen Beteiligten bei der Errichtung dieser Sportstätte gute Arbeit geleistet worden. Dies war auch erforderlich um einen einwandfreien Spielbetrieb für den Club zu gewährleisten. Auch die Gestaltung der Außenanlagen ist schon weitgehend abgeschlossen und man kann erkennen, dass in ein paar Jahren eine rundum gelungene Tennisanlage in Wettstetten vorhanden ist. Schade ist nur, dass diese Tatsache offensichtlich von den Clubmitgliedern nicht gewürdigt wird. Wie ist zu erklären, dass das Clubheim mit der ausgezeichneten Bewirtschaftung durch die Familie Breindl von den Mitgliedern nicht angenommen wird? Durch den mangelnden Besuch können auch die Verträge mit der Brauerei sicher nicht in dem vorgegebenen Zeitraum erfüllt werden. Unsere Mitglieder haben offensichtlich noch nicht erkannt, dass jeder von ihnen jetzt Mitbesitzer der Tennisanlage ist und dass jeder Einzelne seinen Beitrag zu einem guten Clubleben beitragen müsste. In dieser Richtung kommt auf den Vorstand in der nächsten Zeit eine große Verantwortung zu. Es wäre schade, wenn diese schöne Anlage nicht voll genutzt werden würde. Hoffen wir auch darauf. dass in der nächsten Saison wenn alles von Anfang an stimmt und der Spielbetrieb und das Clubleben nicht mehr in einer Baustelle stattfindet, alles sich zum Besten wendet.

24.11.90 : Von der Gemeinde Wettstetten haben wir den Zaun am Bolzplatz, der demnächst dem Bau der Mehrzweckhalle weichen muss, erhalten. Damit sollen die Anpflanzungen, auf unserer Anlage vor dem Verbiss durch Schafe oder Wild geschützt werden. Durch Heiner Franke. Martin Wimmer und Heinz Schneider wurde der Zaun abgebaut und teilweise sofort an den kritischen Stellen wieder aufgestellt.

01.12.90 : Um für die anstehende Weihnachtsfeier das Clubheim wieder ein bisschen wohnlicher zu gestalten, wurden durch die Mitglieder Marianne Meth, Beate Brosig, Irene Schneeweiss und Heidi Wimmer die Übervorhänge für den Aufenthaltsraum genäht und angebracht. Durch die Schreinerei Fuchs wurde das Bord über den Fenstern mit der integrierten Vorhangschiene installiert.

08.12.90 : An diesem Tag fand die erste Weihnachtsfeier im eigenen Clubheim statt. Am Nachmittag wurde die Feier für die Kinder abgehalten. Unterstützt von einem großen Orchester, aufgelockert durch das Basteln einer Bienenwachskerze und dem Vortrag kleiner Geschichten und abgeschlossen durch die Bescherung der Kinder durch den Nikolaus verlief diese Feier in einem würdigen Rahmen.
Am Abend wurde dann die Feier für die Erwachsenen abgehalten. Der Ansturm der Mitglieder war so groß, dass es schon ganz schön eng in unserem Vereinsheim wurde.

Schlusswort
Mit dem Jahr 1991 war die Erstellung der eigenen Tennisanlage weitgehend abgeschlossen. Der Verein erlebte seine Blütezeit mit dem höchsten Mitgliederstand von 381 Mitgliedern. Die Entwicklung des Vereins und des Mitgliederstandes ist weiter aus den üblichen Protokollen und Aufstellungen zu entnehmen. Eine eigenen Chronik des weiteren Geschehens wird nicht geführt.